
Alle im Hause stattfindenden Angebote haben auch für die Kinder der Integrationsgruppe Gültigkeit. Kinder, die aufgrund einer drohenden oder vorliegenden Behinderung besondere Angebote benötigen, erhalten diesen individuellen Rahmen auch. Dabei ist uns die Gesamtentwicklung der Kinder besonders wichtig. Sie erhalten nur in den Entwicklungsbereichen besondere (ggf. auch Einzel-) Förderung, in denen es nach Einschätzung der Fachkräfte sinnvoll und notwendig ist. Darüber hinaus sollen sie ganz normal am Alltagsleben im Kindergarten teilnehmen. Für die angemessene fachliche Förderung und Entwicklung dieser Kinder ist eine heilpädagogische Fachkraftzuständig. Begleitet werden die Mitarbeiter durch eine regelmäßig stattfindende externe Fachberatung.
Gedanken zum Integrationsverständnis "Keiner darf verloren gehen"
Sich als Teil im Großen und Ganzen sehen, sich eingebunden fühlen in das Wunder der Schöpfung in der jeder und alles seine Berechtigung und auch seine Aufgabe hat ...... eine Vision?
Integration ist erst dann gelungen, wenn wir keine Integration
mehr brauchen. !!!!!!
In unserem Hause ist auch eine Integrationsgruppe vorhanden.
Integration heißt : Zusammenschluss zu einem Ganzen, Wiederherstellung, Vervollständigung, Einbeziehung und ist demzufolge kein endgültig erreichter Zustand, sondern ein dynamisch fortlaufender Prozess.
“Das besondere der Pädagogik derer wir für Integration bedürfen, liegt im allgemeinen der Grundlagen menschlicher Entwicklung und des menschlichen Lernens, diese ALLGEMEINE herauszuarbeiten ist das spezielle der integrativen Arbeit .......es in der BESONDERUNG der Kinder zu suchen ist ein Irrweg!“(Feuser).
Integration meint also die gemeinsame Teilnahme von behinderten und nicht behinderten Menschen an allen Teilbereichen des öffentlichen Lebens. Ziel sollte es sein, diesen Weg nicht als etwas Besonderes, sondern als normal anzusehen.
Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir NICHT tun.
Das heißt also, dass keiner wegen seiner Art und Schwere der Behinderung ausgeschlossen wird, dass alle die gleichen, für sie notwendigen Bedingungen zum Leben, Spielen und der Förderung, sowie die Gewährung von Hilfen haben. Jedes Kind wird in erster Linie als Mensch und Kind gesehen und nicht an seinen Unterschiedlichkeiten und Beeinträchtigungen gemessen. Jedem Kind wird das Recht auf Mitbestimmung und Autonomie zuerkannt. Auch hat jedes Kind ein Recht darauf, sich in der Gemeinschaft wohl zu fühlen, angenommen zu werden und das Gefühl vermittelt zu bekommen:
So wie du bist, bist du gut genug!!!
Oft noch wird geschaut, ob dass Kind “passend“ für die Einrichtung ist ----- die Einrichtung sollte sich den Bedürfnissen des Kindes anpassen!! Integration ist also weit entfernt von Aussonderung oder Besonderung, vielmehr bedeutet Integration für uns miteinander leben und erleben, geprägt von der Achtung vor dem Anderssein anderer Menschen
Wir müssen uns bewusst werden, dass jedes Kind ein Recht auf Selbstbestimmung hat und AKTEUR seiner Entwicklung ist. (Piaget) Das bedeutet, dass auch das Kind autonom und in seiner Entwicklung ein rational denkendes und handelndes, reflexives und kommunikatives Wesen ist. Ein solches Verständnis setzt voraus, dass jedes Kind in seiner Entwicklungsstufe ernst genommen wird, dass seine Bedürfnisse, Fähigkeiten und Interessen akzeptiert werden.